echte gefährten

die letzten sonnenstrahlen dieses herbstes bahnen sich heute trotzig den weg durch die unterschiedlichen atmosphären und landen tatsächlich in dem beschaulichen appen, ein ort jenseits des hungers und der sonst üblichen alltagskriminalität.

die kinder toben und probieren ihre im sommer erworbene inline-fähigkeiten mutig im hinterhof aus.

das leben pulsiert und fließt durch uns hindurch, reißt uns mit und mündet in diesem meer von innigkeit, das uns umgibt. die sonne wärmt von außen und die liebe, von den menschen, die mir nahestehen wärmt von innen.

da ist es nämlich - in dem ganzen wahnsinn des alltags, den gerade geschnittenen rasenkanten und den uniformierten tagesabläufen, passend gemacht für vorgefertigte prozesse und leben,da sind sie. echte menschen. menschen, die ebenfalls hart arbeiten, trotz der anstrengungen des lebens wärmende hände reichen, tröstende gedanken mitteilen und ich weiß, ich bin nicht allein.

ich bin.

in einem waldstück, umgeben von moosbewachsenen bäumen, mitten im leben, hoch in der luft, kurz vor der sonne, 284 purzelbäume nah am mond schlagend -
nicht allein.

und das ist gut!

Oktober 25th, 2006 | Allgemein | 1 comment

Freiheit

Def.:>>freiheit wird in der regel verstanden als individuelle möglichkeit, ohne zwang zwischen verschiedenen handlungsmöglichkeiten auszuwählen und entscheiden zu können.

der begriff benennt einen zustand der autonomie<<


und so ist unsere gute alte phrase der freiheit heute als kompliziertes konstrukt zu verstehen… man unterscheidet zwischen aktiver und passiver freiheit, individueller und kollektiver, innerer und äußerer freiheit…und landet irgendwann bei diffusen glückwünschen zu ebendieser aktiven, individuellen, inneren freiheit.

ich persönlich nehme sie - die glückwünsche - dankend an und stehe dann einfach da. stehe vollkommen neben mir, das lächeln noch auf meinen lippen und kicke verlegen einen nicht vorhandenen stein mit der fußspitze davon. zja, nun bin ich frei.

ich hocke auf der unteren begrenzung meiner vogelkäfigtür, die nach wie vor weit offen steht und überaschender weise überkommt mich nicht das euphorische gefühl einer kämpfenden jeanne d´arc sondern nur die schale erkenntnis dessen, das ich mich immer noch wie >ich< fühle. und dann erahne ich, was diese glückwünsche meinen könnten:

ich bin ich.

die autonomie ergreift mich und trägt mich durch den tag, eröffnet mir möglichkeiten und wispert mir leise drohend versprechungen meines selbst ins ohr. wie im rausch nehme ich unmengen anderer indvidualisten um mich herum wahr und alle sind wie ich - dem zwang der autonomie unterworfen, in dem glauben, frei zu sein.

aber morgen, morgen wenn ich nicht mehr neben sondern bei mir bin, dann bin ich! versprochen. so, wie es sein soll:

glücklich, frei und autark!!!

Oktober 10th, 2006 | Allgemein | 2 comments